AVANZAR der Unterschied

Die AVANZAR Lehre betrachtet das Pferd aus einer völlig anderen
Perspektive. Bereits in ihren Ansätzen unterscheidet sie sich
grundlegend von allen anderen Lehren und Ausbildungssystemen.
Das Reiten wie es die AVANZAR Lehre versteht, unterscheidet
sich optisch nur gering von anderen Reitlehren. In den Details
zeigen sich jedoch schnell die Unterschiede und Besonderheiten
der Lehre.

Die größten Unterschiede zeigen sich in der Begegnung und dem
Umgang mit dem Pferd. Das Pferd wird als echter Partner gesehen.

Die Ansätze der Lehre basieren auf den folgenden Grundsätzen:

  1. Pferd und Mensch befinden sich auf gleicher Augenhöhe.
  2. Die Grundlage einer jeden Handlung muss die Wahrung
    der Würde, der Ehrlichkeit und des Respekt sein.
    Dies wird als WER Prinzip bezeichnet.
  3. Dem Pferd als Wesen in seiner Art und seinem natürlichem
    Verhalten gerecht zu sein, ist die Pflicht des Menschen.
  4. Der Mensch ist verpflichtet, die Persönlichkeit und den
    Charakter des Pferdes zu erhalten und zu stärken.
  5. Die Kommunikation zwischen Mensch und Pferd ist immer
    ein Dialog.
  6. Der Mensch verlangt nichts vom Pferd, was er nicht selber
    bereit zu leisten.
  7. Das Pferd muss verstehen warum und wie es etwas ausführt.
    Nur so wird es eine Hilfe korrekt umsetzten und nicht nur eine
    Aktion ausführen die mit einem bestimmten Signal abgerufen wird.
  8. Gewähre dem Pferd 100% deiner Aufmerksamkeit,
    nur dies berechtigt den Menschen das gleiche vom Pferd zu verlangen.
  9. Der Mensch muss das Lernen vom Pferd lernen, denn das Pferd
    ist der Lehrer und der Mensch sein Schüler.
  10. Das Pferd wird nichts vom Menschen lernen müssen,
    denn alle Bewegungen wurden in seiner Natur bereits vorgesehen.
    Der Mensch muss lernen mit diesen umzugehen.

In diesen 10 Punkten sind die Grundlagen aller Inhalte der Lehre verankert.

In der Arbeit mit dem Pferd zeigen sich weitere Unterschiede.

Der Ansatz des freien Willens in der Begegnung und der Arbeit
mit dem Pferd, zeigt sich in einer freiwilligen Handlung oder
Ausführung dessen, was der Mensch von ihm verlangt.
Nicht durch den Zwang, sich der Konsequenz in Form von
Druck und Schmerz bewusst zu sein, welche der Mensch
ihm zuführen wird.
Die Erfüllung einer ihm gestellten Aufgabe unterliegt dem freien Willen
des Pferdes.

Der Mensch bittet das Pferd und befiehlt ihm nicht,
etwas für ihn auszuführen, oder unterbreitet ihm einen Vorschlag.

Weitere markante Unterschiede zeigt das Reiten.

Der passive Reiter lässt sich vom Pferd formen, was sich in einer
entspannten Sitzhaltung und einem Tragen lassen darstellt.
Die Bewegung des Pferdes wirken auf den Körper des Reiters ein.
Das Erfühlen und das aktive Abbilden dieser Bewegungen
werden als Voraussetzung einer feinen, und
für das Pferd leicht verständlichen Hilfengebung verstanden.
Eine deutlich präzisere Hilfengebung wird durch den Einsatz
der Sitzelement ermöglicht, da diese für die gezielte Einwirkung
auf die einzelnen Körperbereiche des Pferdes vorgesehen sind,
und in einer festen Zuordnung von Sitzelement und Körperbereich
angewandt werden. Die Sitzelemente und ihr Einsatz sind
umfangreicher und differenzierter als die Hilfen in anderen Lehren.

Der Grundsatz „Das Pferd formt den Reiter.“ wird als unabdingbare
Voraussetzung für das Reitern verstanden. Der Reiter und sein Sitz
sind das Abbild des Pferdes in seiner Haltung und Bewegung.
Was dazu führt, das der Reiter direkt mit einer Veränderung seiner
Haltung, die Haltung seines Pferdes im gleichen Maße mit verändert. “
Der Reiter formt das Pferd.“ ist nur für diesen kurzen Moment gültig.

Schreibe einen Kommentar